Lernen Sie mich noch besser kennen

Dieses virtuelle Interview mit einer künstlichen Intelligenz (KI) gibt Ihnen noch mehr Informationen, wer ich bin und wie ich denke:

Two roads diverged in a wood,
and I - I took the one less traveled by,
and that has made all the difference.

Robert Frost, 1915

 

Darstellung einer künstlichen Intelligenz (KI) in Form einer Kugel mit gehirnähnlichen Oberflächenstrukturen im Farbkonzept der Webseite.

KI: Warum hast Du mit über 50 nochmals studiert? Du hast doch schon einen Beruf.

Peter: Ich bin nach meinem Universitätsstudium relativ früh in das Berufsleben eingestiegen und bin dann 27 Jahre in einem Großunternehmen gewesen. In dieser Zeit habe ich zu Beginn berufsbegleitend im Bereich der Computational Intelligence als Teilbereich der künstlichen Intelligenz promoviert. Ich habe mich mit neuronalen Netzen, Fuzzy-Systemen und Markov-Netzen beschäftigt. Über 20 Jahre war ich dann als Führungskraft tätig. Dabei habe ich in verschiedenen Konzern-, Marken- und Stabsfunktionen gearbeitet. Anfang 50 habe ich mich dann entschieden, nochmals neu aufzusetzen. Dass mir das möglich war, dafür bin ich sehr dankbar. 

KI: … und dann nochmals studiert?

Peter: Ja, das war eigentlich gar nicht geplant. Irgendwie hatte ich die Zuversicht, dass sich etwas in meinem Leben ergeben wird und dann ist mir das Studium als eine Möglichkeit sozusagen vor die Füße gefallen. Da habe ich dann zugegriffen. 

KI: Wie ist es mit denn mit über 50 nochmals zu studieren?

Peter: Da gibt es verschiedene Sichtweisen. Einige meiner Bekannten haben gesagt, dass sie sich das nicht mehr zutrauen würden. So auf Klausuren zu büffeln und Dinge zu verstehen und auswendig zu lernen. Für mich war es wie nochmal ein zweites Ticket zu ziehen. Es ist ganz anders, wenn man studiert, um sich ausschließlich inhaltlich damit zu beschäftigen und nicht wirklich den Druck der Zukunft spürt, den man sicherlich manchmal hat, wenn man eine berufliche Perspektive in diesem Beruf ins Auge faßt. Man macht die Dinge nicht „um etwas anders tun zu können“. Man macht die Dinge „ihrer selbst wegen“. Man will es verstehen und nicht „nur“ die Klausur abhaken. 

KI: … und das war bei Dir anders?

Peter: Ja. Die Positive Psychologie ist die Wissenschaft dessen, was das Leben lebenswert macht. Wenn nicht in meiner Lebenssituation, wann dann sollte das einem inhaltlich sehr nahe stehen. Es war wie eine Reise durch eine Bibliothek, in der die richtigen Bücher in der richtigen Reihenfolge bereits aus dem Regal gezogen und auch noch die Lesezeichen auf den wichtigsten Seiten eingeklebt waren. Man musste die entsprechenden Seiten nur noch lesen. Das hat sich wie ein roter Faden durch das Studium hindurchgezogen. 

KI: Die Positive Psychologie ist noch gar nicht so alt?

Peter: Ja, es wird immer gesagt, dass die Geburtsstunde der positiven Psychologie um die Jahrtausendwende war. Das ist natürlich nur bedingt richtig, da sie auf wichtige Grundlagen aufbaut, die bereits in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts erarbeitet wurden aufbaut. Selbst die Antike kann man zu diesem Thema immer wieder erfolgreich bemühen.
Wie auch immer. In Deutschland wurde der erste Master-Studiengang dafür an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport (DHGS) in Berlin 2021 gegründet. Da ich in 2022 mit dem Studium angefangen habe, gehöre ich zu der 2. Kohorte oder auch Generation von Studierenden des Studienganges in Deutschland. Darauf bin ich auch ein bisschen stolz. Es macht Spass vorne dabei zu sein.

KI: Die positive Psychologie steht ja auch in Kritik? Ist die Kritik berechtigt?

Peter: Auch hier lohnt es sich mehrere Sichtweisen zu verstehen. Die positive Psychologie hat in mehreren Wellen entwickelt.
Anfänglich, in der 1. Welle hat man sich auf die Förderung von positiven Emotionen, Stärken, Glück, Zufriedenheit und Lebenssinn konzentriert. Psychologische Konstrukte wie PERMA-Modell, Charakterstärken, Tugenden und Flow wurden hier geprägt. 
Dann in der 2. Welle hat man zunehmend Leid, Krisen und negative Emotionen in den Betrachtungsumfang integriert. Es entstanden u.a. Konstrukte des posttraumatischen Wachstums, Resilienz und Akzeptanz. 
In der 3. Welle schließlich wurde der Fokus nochmals um eine kulturelle und kontextuelle Dimension erweitert. D.h. kulturellen Einflüsse, Sozialstruktur und Spiritualität wurden in die Konzepte integriert. 
Jetzt befinden wir uns aktuell in einer 4. Welle. Systemdenken, komplexe Wechselbeziehungen zwischen Individuum, Umwelt und Gesellschaft rücken hier weiter in den Fokus. 
Es wird sicherlich auch eine 5. Welle und 6. Welle geben. So ist das eben. Die Wissenschaft entwickelt sich auch hier immer weiter.
Natürlich gab es auch einen fachbereichsübergreifenden Prozess der Annäherungen in den unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Jede diese Disziplinen hat ihre Historie und ist auch geprägt von unterschiedlichen Sichtweisen. Die Soziologie, die Psychologie, die Religionswissenschaften und die (Gesundheits-)Medizin haben wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse, die die Positive Psychologie tangieren. 

KI: Welche 10 Namen sind für dich aus der Positiven Psychologie die wichtigsten?

Peter: Wenn ich mich auf 10 beschränken soll und dann auch noch berücksichtige, dass die Positive Psychologie auf wichtige Grundlagen aufbaut, dann würde ich Aristoteles (1), Abraham Maslow (2), Carl Rogers (3), Edward Deci & Richard Ryan (4), Viktor Frankl & Alfried Längle (5), Shalom Schwartz (6), Mihaly Csikszentmihalyi (7) und Paul Wong (8) erwähnen. 
Natürlich will ich auch meine Dozenten in Rahmen meines Studium würdigen, die mich wesentlich geprägt haben. Zunächst möchte ich Fr. Prof. Dr. Judith Mangelsdorf (9) erwähnen. Sie ist die Studiengangsleiterin und auch H. Prof. Dr. Sven Sohr (10), der den Studiengang maßgeblich initiiert hat und übrigens auch Studiengangsleiter für Life Coaching an der DHGS ist. Er hat mich auch in meiner Masterarbeit begleitet und ist mir in der Kombination als Psychologe und Philosoph ein großes Vorbild und inzwischen auch ein guter Freund. 

KI: Warum bist Du nun als Coach tätig?

Peter: Den Anstoß hat gegeben, dass ich während und nach meiner Abschlussarbeit in meinem Studium ein tolles Feedback bekommen habe und einige meiner Freunde haben mich dann auch noch sehr nachhaltig dazu ermutigt. Und wenn das Feedback dann auch noch von sehr kompetenter Seite kommt, dann wiegt es für einen sicherlich nochmals so schwer! 
Tatsächlich empfinde ich die Begegnung in einem Coachinggespräch als sehr wertvoll und bereichernd. 

KI: Was macht einen guten Coach aus?

Peter: Für Carl Rogers, dem Begründer der klientenzentrierten Gesprächsführung, ist ein erfolgreiches Coachinggespräch weniger eine Frage der Technik als vielmehr eine Frage der inneren Haltung des Coaches. Diese Haltung schafft ein „wachstumsförderndes Klima“, in dem der Klient sich entfalten kann. 
Die Haltung eines guten Coaches kann durch 3 Merkmale beschrieben werden:
Bedingungslose Wertschätzung (Akzeptanz): Der Coach akzeptiert den Klienten vollständig – mit all seinen Emotionen, Widersprüchen und Fehlern – ohne ihn zu bewerten oder an Bedingungen zu knüpfen. 
Empathie (Einfühlendes Verstehen) ist das 2. Merkmal: Hierbei geht es darum, die Welt aus der Perspektive des Klienten wahrzunehmen, als ob man er selbst wäre, jedoch ohne die eigene Identität zu verlieren und zum Beispiel „mitzuleiden“. 
Das 3. Merkmal ist die Kongruenz (Echtheit/ Authentizität): Der Coach ist in der Interaktion er selbst. Er wirkt authentisch und daher für den Klienten vertrauensvoll und einschätzbar. 
Ich selbst finde die von Carl Rogers beschriebene Haltung unabhängig vom psychologischen Kontext erstrebenswert. So ist es auch mein Verständnis, auf diese Weise Menschen überall – also nicht nur im Coaching-Gespräch - begegnen zu wollen.

KI: Im Rahmen Deiner Masterarbeit hast Du Interviews mit verschiedenen Berufsgruppen geführt. Worum ging es da genau?

Peter: In meiner Masterarbeit ging es um sogenannte (Mikro-)Momente, die einen hohen Einfluss auf das Wohlbefinden bzw. auf die Zufriedenheit der Menschen haben. Das können kurze oder auch anhaltende Momente sein. Sie können ganz unterschiedliche Merkmale aufweisen. Wichtig ist nur, dass diese für die jeweilige Person bedeutend sind und deshalb einen besonders großen Einfluss auf die Zufriedenheit haben. 

KI: … und die Interviews?

Peter: In den Interviews ging es darum, die (Mikro-)Momente zu erkunden. Dazu habe ich ganz unterschiedliche Menschen befragt: einen Schäfer, einen Bauer, eine buddhistischen Mönch, einen Philosophen, eine Regisseurin und Ethnologin, einen CEO eines DAX-Konzern, einen Personalvorstand, eine Betriebsrätin und einen Geschäftsführer im Bereich Sozialmanagement.

KI: Was kam dabei heraus?

Peter: Ganz Unterschiedliches! Jeder der Interviewpartner hat von seinen ganz spezifischen (Mikro-)Momenten berichtet. Jeder Lebenslauf hatte eine andere Absprungbasis, einen anderen Hintergrund und jeder konnte unterschiedliche Erfahrungen miteinbringen. Die (Mikro­­-)Momente zeigen, was dem Menschen wichtig ist. Das ist eine gute Ausgangsbasis für eine inhaltliche Vertiefung der Gespräche im Coaching-Prozess.

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